Sivoba-DM: Leipzig im Sivoba-Himmel / Gastgeber auf Platz 6
12.10.2009
Die Sivobas des HSV Medizin belegen bei ihren Heimmeisterschaften Platz 6 und 7. Titelfavourit Leipzig besiegt den 18maligen Deutschen Meister im Finalspiel und holt zum ersten Mal den Titel.
Das Sitzvolleyball-Team des HSV Medizin war am vergangenen Wochenende erstmals Gastgeber der Deutschen Meisterschaft, bei der 9 Mannschaften in der Sporthalle der BBS IV „Dr. Otto Schlein“ in Alt Westerhüsen um den Titel kämpften.
Die erste Mannschaft des HSV Medizin musste gleich zu Beginn gegen zwei schwere Gegner antreten. Im Auftaktspiel gegen den Mitfavoriten Berlin spielte das Team um Trainer Frank Weißleder lange Zeit sehr gut mit und brachte den Gegner mit viel Spielwitz immer wieder in Bedrängnis. Doch es nutzte leider nicht viel gegen dieses sehr erfahrene Team und so ging das Spiel am Ende an die Berliner. Im zweiten Spiel gegen den späteren Meister aus Leipzig, waren die Magdeburger jedoch chancenlos. Das letzte Vorrundenspiel gegen Leverkusen wurde dann jedoch mit Bravour gewonnen, so dass das Minimalziel, Platz 3 der Gruppe B, dennoch erreicht werden konnte.
Einen besseren Start erwischte dagegen die zweite Mannschaft des HSV. Gleich zu Beginn ein deutlicher Sieg gegen die zweite Mannschaft des BV Leipzig, das gab Motivation für die weiteren Aufgaben. Gegen den bis dato amtierenden Meister aus Leverkusen, gab es dann aber eine sehr deutliche Niederlage. Trotzdem, gaben die Magdeburger nicht auf. Mit einem Sieg gegen den Schlussgegner aus Hamburg, hätte man noch auf Platz 3 der Gruppe landen können, um dann in der Endrunde in einem reinen Magdeburger Duell um Platz 5 zu spielen.
Es wurde ein langes und spannendes Spiel, leider jedoch mit dem glücklicheren Ende für die Hamburger, die sich erst im Tie-Break mit 15:9 durchsetzen konnten.
Und diese Hamburger waren es dann auch, auf die Magdeburg I dann in der Endrunde treffen sollte. Motiviert durch die sehr gute Vorrunde wollten die Hamburger einen weiteren Sieg einfahren. Doch dagegen hatten die Magdeburger natürlich einiges einzuwenden. Bis zum Stand von 21:19 hatten die Gastgeber alles unter Kontrolle, doch dann folgte eine Reihe von Annahmefehlern und die Konzentration war weg. Somit ging der erste Satz knapp an die Gäste aus Hamburg. Unkonzentriert und verkrampft starteten die Magdeburger um Kapitän Stefan Krohn dann in den zweiten Durchgang, und genau diesen Moment der Schwäche nutzte der Gegner gnadenlos aus. Hamburg besiegte Magdeburg I am Ende klar mit 2:0 und der Traum von Platz 5 war ausgeträumt.
Magdeburg II absolvierte seine Endrunde in den Spielen um Platz 7 absolut sicher und gewann seine letzten beiden Spiele jeweils klar mit 2:0.
Das Finale der diesjährigen Meisterschaften wurde dann erwartungsgemäß von den Teams des BV Leipzig und des 18maligen Deutschen Meisters Bayer 04 Leverkusen bestritten.
Der erste Satz lief bis zum 8:8 ausgeglichen. Danach konnte sich Leipzig absetzen und brachte den Vorsprung mit 25:21 ins Ziel. Auch der zweite Satz verlief zunächst ausgeglichen. Doch dann setzte sich Leverkusen ab. Der Block agierte wesentlich besser, und auch im Angriff konnten die Leverkusener Akzente setzen, so dass der Satz mit 25:16 gewonnen wurde.
Im dritten Satz startete Leipzig furios und setzte sich schnell auf 8:0 ab. Leverkusen kämpfte sich über eine starke Abwehrleistung und eine Aufgabenserie zurück in den Satz und konnte auf 11:14 verkürzen , doch Leipzig ließ sich den Satz nicht mehr nehmen und ging mit 2:1 in Führung.
Im vierten Satz schenkten sich beide Teams nichts. Es entwickelte sich ein Spiel auf hohem Niveau, bei dem Leverkusen bis zum 19:21 immer in Schlagnähe blieb. Dann setzte sich Leipzig zum vorentscheidenden 23:20 ab und siegte am Ende mit 25:22.
Der Präsident des Volleyballverbandes Sachsen-Anhalt, Theo Struhkamp, der die Schirmherrschaft für die Deutschen Meisterschaften übernommen hatte, zeigte sich bei der abschließenden Siegerehrung begeistert. „Vor wenigen Tagen habe ich zum ersten Mal ein Sitzvolleyballspiel gesehen. Nach diesem Turnier und speziell nach dem furiosen Finale, kann ich nur sagen, dass Sitzvolleyball in mir einen neuen Fan gefunden hat. Ich werde mich in Zukunft dafür einsetzen, dass diese Sportart mehr Aufmerksamkeit bekommt, denn das hat sie absolut verdient.“
Die Sitzvolleyballer des HSV Medizin möchten sich an dieser Stelle bei allen Sponsoren, Förderern, Helfern und natürlich den knapp 100 Zuschauern bedanken.
Die Teams des HSV Medizin:
Magdeburg I: Stefan Krohn, Ronny Strohmeyer, Torsten Stöter, Radovan Jaroscak, Marco Wenzel, Christoph Tamm, Ronny Ebeling
Magdeburg II: Mandy Küsel, Anett Jelitte, Konstanze Jahn, Uwe Kohn, Steffen Niemann, Frank Weißleder
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