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Sitzvolleyball DM 2010: Bayer 04 holt Titel Nummer 19

15.10.2010

Bayer Leverkusens Sitzvolleyballer haben zum 19. Mal die Deutsche Meisterschaft gewonnen. Mit einem 3:1-Erfolg im Finale gegen das Überraschungsteam aus Berlin sicherte sich das Team von Dr. Axel Tenter den Titel.

Die Bayer-Mannschaft zog ohne Niederlage ins Finale ein. Im Endspiel gewann Berlin den ersten Satz, doch die Leverkusener sicherten sich die nächsten zwei Durchgänge und siegten letztlich verdient.

"Berlin hat im ersten Satz den Schwung aus dem Halbfinale mitgenommen, während wir nicht ins Spiel gefunden haben", sagte Tentner:"Ab dem zweiten Satz haben wir dann unsere Sicherheit gewonnen und zu unserem Spiel gefunden. Die Berliner hatten konditionelle Schwierigkeiten und konnten nicht mehr mithalten."

Steffen Barsch (PSC Berlin) im Angriff gegen den Leverkusener Doppelblock

Die Mannschaft des PSC Berlin war sicher die Überraschungsmannschaft des Turniers. Obwohl nur mit einer kleinen Auswahl angereist, spielten sich die Berliner gut durch die Vorrunde und wuchsen im Halbfinale gegen den Titelfavouriten des BVL Leipzig über sich hinaus.

Insbesondere in der Endphase des ersten Satzes zeigten die Berliner Höchstform und konnten diesen mit 25:23 für sich entscheiden. Die Leipziger kamen im zweiten Satz gewohnt kampfstark wieder in das Spiel zurück und setzten das Team aus Berlin stark unter Druck, so dass es zu dem klaren Zwischenstand von 20:11 für Leipzig kam. Die Berliner unter Führung ihres Mannschaftskapitäns Steffen Barsch besannen sich wieder auf ihre Stärken und konnten den Rückstand verkürzen, so dass die Leipziger den zweiten Satz mit 25:19 gewannen. Jetzt musste der Tie-Break entscheiden. Die Leipziger waren sich ihrer Stärke nach der Verunsicherung des verlorenen ersten Satzes wieder bewusst und die Berliner traten angesichts der bis dahin mit Abstand stärksten Turnierleistung auch mit der Gewissheit an, auf Augenhöhe mithalten zu können. Aufgrund der Favoritenstellung lag der Druck bei den Leipzigern, die wiederum mit großem Engagement begannen, sich aber nicht absetzen konnten. Die Mannschaften errangen abwechselnd ihre Punkte bis zum Stand von 7:7. Martin Rickmann, einer der beiden Hauptangreifer der Berliner, hatte bereits seit Samstagabend starke Fußschmerzen, die sich später als Mittelfußbruch herausstellten, und war im Spiel mit einem Mitspieler zusammengestoßen, so dass eine Auszeit genommen werden musste. Aufgrund des dramatischen Spiels mit Adrenalin bis unter die Haarspitzen ausgestattet, biss er auf die Zähne und spielte weiter. In der Zwischenzeit schauten alle anwesenden Zuschauer und Spieler der anderen Mannschaften gebannt auf dieses hochklassige Spiel, das stets sehr knapp blieb.

Die Berliner konnten als erste einen Matchball herausspielen, diesen aber nicht verwerten. In den folgenden Minuten konnten sich beide Mannschaften bis zum Spielstand von 22:21 für Berlin weitere Matchbälle erarbeiten aber nicht verwerten. Bei dem dann anstehenden Punkt waren die Leipziger nicht sofort mit einem Angriff aus der Annahme heraus erfolgreich und es unterlief ihnen in diesem Ballwechsel ein Fehler, der das Spiel entschied, so dass der Satz mit 23:21 an die Berliner ging.

Die Freude bei den Berlinern und die Enttäuschung bei den Leipzigern waren jeweils sehr groß, und das Spiel nach einheitlicher Beurteilung aller Beobachter eine Werbung für die Sportart Sitzvolleyball.

Der BV Leipzig setzte sich im kleinen Finale gegen die bei diesen Meisterschaften stark spielenden Hamburger durch und sicherten sich so die Bronzemedaille.

Für die Magdeburger Sivoba's verliefen die Meisterschaften dagegen schlecht. Bedingt durch viele Ausfälle im Vorfeld und der dadurch leider nur mangelhaften Vorbereitung, trat das Weißleder-Team ungewohnt verunsichert an und fand in keinem der Spiele so richtig ins Match. Trauriger Höhepunkt aus Magdeburger Sicht war dabei sicherlich die Halbfinalbegegnung gegen Hamburg. Trotz eines deutlichen Vorsprungs im ersten Satz, konnte man sich nicht durchsetzen und verlor am Ende klar mit 2:0. Damit blieb am Ende nur Platz 6 im Endklassement.

Endstand der DM Sitzvolleyball 2010

  1. TSV Bayer 04 Leverkusen I
  2. PSC Berlin
  3. BVL Leipzig I
  4. TH Eilbeck/Hamburg
  5. TSV Bayer 04 Leverkusen III
  6. HSV Medizin Magdeburg
  7. BVL Leipzig II
  8. TSV Bayer 04 Leverkusen II

Für die Sivoba’s spielten: Ronny Ebeling, Mandy Küsel, Stefan Krohn, Ronny Strohmeyer, Gritt Schuchardt, Marco Wenzel, Radovan Jarosczak, Antje Scholtz, Tobias Mensing.

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