Sitzvolleyball EM 2011: Deutschlands Damen verpassen knapp die Sensation
12.10.2011
Beinahe wären den deutschen Damen der Einzug ins Halbfinale und damit eine kleine Sensation geglückt. Erst im Tie-Break unterlag das Team der slowenischen Mannschaft denkbar knapp mit 13:15.
So richtig wollte im Vorfeld niemand daran glauben, dass ein Sieg gegen Slowenien möglich ist. Zum einen waren da nach wie vor die Verletzungssorgen und zum anderen steckte dem Team das lange Spiel gegen Russland noch in den Knochen. Aber es war wie schon so oft im Sport. Mit einem unbändigen Willen ging das Team von Sven Ritter in dieses Match. Auch wenn die Chancen nicht besonders gut aussahen, es gab eine und die wollte das Team nutzen. Im ersten Satz sahen die begeisterten Zuschauer im Rotterdamer Topsportzentrum ein Spiel zweier absolut gleichwertiger Gegner. Niemandem gelang es sich abzusetzen und bis zum Ende blieb der Satz absolut ausgeglichen. Ausgerechnet ein Aufgabenfehler auf deutscher Seite sorgte am Ende dafür, dass Slowenien den Satz mit 26:24 für sich entschied.
Der zweite Satz begann ähnlich ausgeglichen, bis dann das deutsche Team nach der ersten technischen Auszeit das Zepter in die Hand nahm und sich leicht absetzen konnte. Diese Führung verteidigte das Team bis zum Ende und erkämpfte sich mit 25:19 den verdienten Satzausgleich.
Den erneuten Motivationsschub nahm die Mannschaft direkt mit in den dritten Satz und hier wieder ein ähnliches Bild. Deutschland siegt am Ende mit 25:19.
Im vierten Satz folgte dann leider ein Einbruch auf deutscher Seite. Slowenien konnte sich gleich zu Beginn dank einer langen Aufschlagserie absetzen und trotz starker Gegenwehr der Deutschen gelang es nicht mehr diesen Rückstand aufzuholen. Slowenien glich mit 25:18 aus und der Tie-Break musste die Entscheidung bringen.
Eine Reihe von Annahmefehlern auf deutscher Seite führte dazu, dass man beim Seitenwechsel bereits 6 Punkte zurück lag. Dann bäumte sich das Team noch einmal auf und kämpfte sich bis auf 13:13 wieder heran. Dann sorgte leider eine umstrittene Entscheidung des Schiedsrichtergespanns dafür, dass Slowenien den entscheidenden Matchball erhielt und diesen dann sicher verwandelte.
Co-Trainer Frank Weißleder nach dem Spiel: „Ich bin unheimlich stolz auf die Leistung unserer Mädels. Das war eine unwahrscheinliche Willensleistung des gesamten Teams im mit knapp 135 Minuten vermutlich bisher längsten Spiel des gesamten Turniers. Es ist sicher etwas ärgerlich, wenn man so ein Spiel so knapp verliert, aber es war bis zum Ende so, dass beide Teams gewinnen konnten. Die Mannschaft ist gut unterwegs. Sie wird diese Niederlage wegstecken und in den verbleibenden beiden Spielen um Platz 5 noch einmal angreifen!“
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