Sitzvolleyball EM 2011: Deutschland verpasst direkte Qualifikation
14.10.2011
Deutschlands mussten sich im EM-Halbfinale dem Team aus Russland mit 0:3 geschlagen geben. Somit verpasste das Team von Bundestrainer Rudi Sonnenbichler die direkte Qualifikation für die Paralympics in London.
Deutschlands Sitzvolleyballer haben auch im zweiten Anlauf das Ticket für die Paralympics in London verpasst. Die gute Nachricht ist, dass das Team immer noch die Chance hat, sich für die Paralympics zu qualifizieren.
Bereits im Vorfeld der Begegnung gab es den ersten Rückschlag für das deutsche Team. Der Berliner Steffen Barsch konnte, wie bereits befürchtet, wegen einer Handverletzung nicht spielen, so dass Trainer Rudi Sonnenbichler die wichtige alternative auf der Zuspielposition fehlte. Das deutsche Team geriet schnell mit 4-8 in Rückstand. Die Russen setzten die deutsche Sechs mit Angaben unter Druck. Durch das gute, variable Angriffsspiel bauten sie ihren Vorsprung kontinuierlich aus. Die deutschen Hauptangreifer Jürgen Schrapp und Alexander Schiffler mussten ständig gegen einen Doppelblock agieren und kamen nicht wie gewohnt zur Geltung. Hinzu kam, dass das Abwehrverhalten im Gegensatz zu den bisherigen Spielen deutlich schwächer war. So endete der erste Satz mit 25-17 für das russische Team.
Der zweite Satz nahm einen ähnlichen Verlauf. Nach einem zwischenzeitlichen 12-17 Rückstand verkürzten die Mannen um Jürgen Schrapp den Abstand bei beim Stand von 21-24 zwar auf drei Punkte, doch auch dieser Satz ging mit 25-21 an Russland.
Im dritten Satz schöpften die angereisten deutschen Fans noch einmal Hoffnung, als Deutschland mit 3-0 in Führung ging. Doch abermals riss der Faden und das russische Team konnte sich absetzten. Der Leverkusener Heiko Wiesenthal konnte nun zwar häufiger punkten, aber am Ende ging auch dieser Satz mit 25-21 an Russland.
Bundestrainer Rudi Sonnenbichler: „Wie sind heute an der eigenen Erwartungshaltung gescheitert. Mein Team hat wie gelähmt agiert. Durch unsere Leistungen in der Vor – und Zwischenrunde hatten wir uns in die Favoritenrolle gespielt. Leider wurden wir für unseren Aufwand nicht belohnt. Wir haben heute die riesige Chance verpasst Russland zu schlagen, und uns das direkte Ticket für London zu sichern.“
Autor: Jörg Frischmann
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