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Sitzvolleyball EM 2011: Damen-Trainer ziehen positives Resümee

31.10.2011

Deutschland belegt am Ende dieser EM Platz 5 und verpasst damit die direkte Qualifikation für die Paralympics 2012 in London. Ein Grund zur Traurigkeit besteht dennoch nicht.

Cheftrainer Sven Ritter: „Wir können aus einer ganzen Reihe von Gründen sehr zufrieden mit dem Verlauf dieser Europameisterschaften sein. Die Mannschaft hat sich bei der EM sehr gut präsentiert. Wir haben unsere Zielstellung im Vorfeld realistisch eingeschätzt und sind mit dem Ziel Platz 5 zu erreichen nach Rotterdam gereist. Realistisch deshalb, weil nach den personellen Abgängen nach der WM 2010 in Oklahoma durchaus ein Leistungsabfall zu erwarten war.

Aber bereits in den Spielen wurde deutlich, dass die erfolgreiche Nachwuchsarbeit der letzten Monate bereits erste Früchte trägt. Insbesondere im bisher wohl schönsten Spiel des Turniers gegen Slowenien, aber auch phasenweise gegen das Team aus Russland hat die Mannschaft gezeigt, dass sie auch erfahrene Mannschaften unter Druck setzen kann. Das Team hat besser gespielt als erwartet und mannschaftlich sehr geschlossenen agiert. Dieses ist umso bemerkenswerter, wenn man bedenkt, dass durch den zur Verfügung stehenden Etat in diesem Jahr kein Vorbereitungsturnier gespielt werden konnte und damit insbesondere die Nachwuchsspieler keine Spielpraxis gewinnen konnten.

Das Team hat Größe gezeigt auch in schwierigen Phasen des Turniers, beispielsweise als Mannschaftskapitänin Anett Jelitte verletzungsbedingt nicht mehr spielen konnte und auch Zuspielerin Corinna Cavier angeschlagen war.

Sven Ritter weiter:“Wir haben diese EM für uns sehr erfolgreich gestalten können. Ein Erfolg, der auch begründet ist in der sehr guten medizinischen und teilweise bis in die Nacht dauernden Arbeit der Ärztin Ellen Hohmann und Physiotherapeutin Katrin Kebernik. Hervorheben und danken möchte ich Co-Trainer Frank Weißleder, der seit Beginn unser Zusammenarbeit im Jahr 2006 maßgeblich diese Mannschaft und deren Ergebnisse sportlich und organisatorisch mit geprägt hat und auch dieses Jahr mit mir ein gutes Trainergespann gebildet hat.“

Co-Trainer Frank Weißleder fügt hinzu:“ Der Verlauf der EM war so nicht zu erwarten. Der Plan geschlossen aufzutreten und Teamgeist in Leistung umzusetzen wurde in die Tat umgesetzt. So gelang es, die Spielerinnen bis an die derzeitige Leistungsgrenze zu führen. Logische Folge war der erreichte Platz. Leistungsträger erfüllten ihre Aufgaben und ermöglichten Newcomern wie Gritt Schuchardt, sich auf internationalem Parkett zu beweisen. Spielerinnen wie Solveig Kriemig und Inga Orlowski erfüllten die erhöhten Anforderungen an sie erfolgreich. Ronja Schmölders lenkte und gestaltete mit ihren jungen 17 Jahren als Zuspielerin das Spielgeschehen. Diana Trapp gab dem Team Stabilität und gestaltete so ihre Rückkehr in die Mannschaft äußerst positiv. Elisabeth Sieck musste im Turnier immer wieder die schwere Rolle des Jokers erfüllen, konnte diese Aufgabe aber hervorragend lösen und in kritischen Situationen immer wieder für zusätzliche Impulse sorgen. Anett Jelitte war zu jedem Zeitpunkt eine würdige Kapitänin und hielt selbst verletzt von der Bank die Motivation hoch.“

Wie erfolgreich dieses Turnier war, zeigte nicht zuletzt die Wahl und Auszeichnung der Zuspielerin Corinna Cavier zur wertvollsten Spielerin der Europameisterschaft. Sicher auch das Ergebnis eines Teams, welches Verantwortung einfordert und honoriert und einer Spielerin, die sich dieser Verantwortung stellt und mit ihrem volleyballerischen Können spielprägend auftritt!

Zusammenfassend macht die Präsentation der Mannschaft Hoffnung auf eine erfolgreiche Zukunft. Es ist sicher notwendig, dass konsequent weitergearbeitet und gleichzeitig permanent Nachwuchs gesucht, interessiert, integriert und ausgebildet wird. Dabei hoffen wir weiter auf die Förderung durch den DBS, die Unterstützung durch die Vereine und Volleyball-Landesverbände aber auch auf das persönliche Engagement und die Akzeptanz der Familien und Bekannten der Spielerinnen und Betreuer.

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