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Sivobas beim WVS-Cup oder die Tiebreaker auf Tour

10.05.2006

Kein "Finalspiel" um den vorletzten Platz wie 2005, das war die Zielstellung der Mannschaft für den diesjährigen Werner-von-Siemens-Cup vom 06.-07.05.2006 in Hamburg.

Und den Grundstein dafür wollten die Sivobas schon in der Vorrunde legen. Wenigstens der Gruppendritte sollte es sein und gleich das erste Spiel gegen die niederländische Frauennationalmannschaft sollte gewonnen werden, da war sich die gesamte Truppe einig.

shut up and play Denn bereits 2 mal mußten die Sivobas in der Vergangenheit gegen die Niederländer antreten und beide Male gingen die Spiel im Tie-Break knapp verloren.
Erstes Spiel, erster Satz. Ehe die Sivobas ganz auf dem Platz waren war der Satz 25:15 verloren. Doch dann ging ein Ruck durch die Truppe und ab diesem Moment gab es kein zurück mehr. 25:23 im zweiten Satz, 15:12 im Tie-Break und es war vollbracht.

Doch konnte man dieses Spiel vielleicht noch toppen? Das ein Sieg gegen eine Mannschaft aus Bosnien im Moment noch ein schöner Traum ist, dass können Kenner der Szene mit Sicherheit nachvollziehen. Also nutzte der Trainer dieses Spiel um einige taktische Dinge zu testen um dann im abschliessenden Gruppenspiel die absolute Top 6 auf den Platz zu schicken. Und dort wartete immerhin der deutsche Vizemeister aus Berlin. Durch den Einsatz der deutschen Nationalmannschaft bei diesem Turnier waren die Berliner gezwungen auf 3 Ihrer Stars zu verzichten. Die Sivobas witterten also ihre Chance auf Platz 2 der Gruppe. Und dementsprechend motiviert zog die Mannschaft in den Kampf. 25:20 das Ergebnis des ersten Satzes und ein Sieg schien greifbar nah. Doch dann...
Nervenstärke und Spielroutine angereichert mit etwas Glück und einem Wechselfehler auf der Sivoba-Seite, dass war die magische Formel, mit der die Berliner das Spiel noch kippen konnten und am Ende hieß es im Tie-Break 15:06 für Berlin.

Trotzdem war die Motivation und der Kampfeswille in der Mannschaft ungebrochen.

Kristiansand - eine Mannschaft aus Norwegen - war der erste Gegner in der Endrunde. Und auch das waren alte Bekannte der Sivobas. Beim letzten Aufeinandertreffen gewannen die Sivoabas ihr Spiel erst nach einem Marathonmatch im 5ten Satz. Ein Sieg sollte also wieder her und diesmal sollte es nach Möglichkeit nicht wieder bis zum Tie-Break dauern...

Und es wurde ein Sieg und er wurde wieder erst im Tie-Break wasserdicht gemacht.

Am Ende hieß es Spiel um Platz 9. Und wieder war der Gegner die niederländische Nationalmannschaft nur diesmal die der Männer. Das hier keine Aussicht auf einen Erfolg bestand, war allen klar. Und trotzdem kämpfte die Truppe um jeden Ball und um jeden Punkt. Am Ende stand es nach Sätzen 2:0 für die Holländer.

Trainer Frank Weißleder zeigte sich nach dem Turnier sehr zufrieden. "Wir haben ein absolut rundes Wochenende erlebt. Platz 10. bedeutet eine deutliche Steigerung zum Vorjahr und vor allem Mal einen Platz im mittleren Tabellendrittel. Ich habe schon in vielen Mannschaften gespielt, muss aber sagen, dass mit kaum einer sowohl sportliches Kämpfen, als auch Feiern soviel Spaß gemacht hat! Wenn wir das bewahren können, stehen uns noch viele große Highlights bevor."

Bleibt zu hoffen, dass der Aufwärtstrend weiter anhält und aus den Tie-Breakern Goalgetter werden.

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Bilder vom Turnier gibt es hier:

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