Sitzvolleyball WM 2006: Platz 4 für Deutschland
24.06.2006
Deutschlands Sitzvolleyballer haben im ersten Anlauf die Qualifikation zu den Paralympics in Peking verpasst. In der Neuauflage des Bronzefinales von Athen
unterlag das Quade Team Ägypten bei der Sitzvolleyball WM in Roermond im Spiel um den dritten Platz im Tie-Break mit 2-3. Der erste Satz war durch
ständig wechselnde Führung gekennzeichnet. Beim 16-12 konnten die Ägypter erstmalig dem deutschen Team davonziehen. Erst ab dem 18-20 agierte
Deutschland im Anngriff druckvoller und konnte schließlich beim 22-22 wieder ausgleichen, um dann den Satz mit 25-22 zu gewinnen. Der Berliner Martin
Rickmann war in diesem Satz der stärkste deutsche Angreifer.
Im zweiten Satz verschlief das deutsche Team den Start. Viele Eigenfehler führten zu einem schnellen 0:5 Rückstand. Im Angriff lief nur wenig zusammen so dass der Satz ohne viel Gegenwehr mit 14-25 abgegeben wurde.
Im dritten Satz kam nun Mimberg für den Berliner Schiffler ins deutsche Team, das konzentriert begann und sich zun⇑chst eine Führung erarbeitete. Ab dem 9-8 wechselte die Führung st⇑ndig. Nachdem Deutschland 18-17 in Führung gegangen war ging ein Ruck durch die Mannschaft. Wieder agierten die Angreifer druckvoller und beim Stand von 24-22 gab es zwei Satzbälle für das deutsche Team, die beide ungenutzt blieben. Am Ende gewannen die Ägypter 26-24.
Nun wurde der Druck auf das Quade Team größer, denn die nächsten Sätze mussten gewonnen werden. Nachdem das deutsche Team mit einem nun
deutlich verbesserten Block und variablen Angriffen schnell eine 16-11 Führung erarbeitet hatten kamen die Ägypter noch einmal auf 16-17 heran um am
Ende doch mit 18-25 zu verlieren.
Nun musste der Tie-Break erneut entscheiden. Bis zum 9-10 verlief der Satz ausgeglichen. Dann häuften sich die Eigenfehler im deutschen Spiel. Die Konzentration ließ nach und Ägypten sicherte sich mit 15-11 die Bronzemedaille.
Trainer Quade: "Wir haben heute über weite Strecken ein gutes Spiel gezeigt. Allerdings fehlte uns insgesamt die Konstanz über das gesamte Spiel. Im Tie-Break ließ die Konzentration nach und es kam zu vermeidbaren Fehlern. Leider haben wir im dritten Satz zwei Satzbälle vergeben, was für den Spielverlauf entscheidend war. Nun wird es im kommenden Jahr sehr schwer die Qualifikation zu schaffen, da bei der EM nur noch ein Startplatz vergeben wird."
Quelle: sitzvolleyball.de
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