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Die Sivobas und ihr erstes Turnierfinale

20.11.2006

Stefan Krohn mit dem Pokal Das erste Turnierfinale in der Geschichte der Sivobas, kein Tie-Break im gesamten Turnierverlauf und das trotz Personalproblemen, dass ist das Fazit des 33. NBS-Cup in Nienburg/ Weser am vergangenen Wochenende.

Aber der Reihe nach. Nur 4 Stammspieler der Sivobas traten am Freitag die Reise an die Weser an. Einige Spieler fehlten aus persönlichen Gründen und mit Mandy Küsel und Diana Trapp mußte das Team zeitweise auf 2 weitere Leistungsträger verzichten. Beide waren während des Turniers im Einsatz für die deutsche Nationalmannschaft. Um das Personalproblem zu lösen, konnte Lars Hasselbach (Berliner Brauereien) im Vorfeld gewonnen werden. Damit aber sicher die notwendigen 6 Spieler auf dem Spielfeld antreten konnten, wurde kurzerhand Eric Föhlau, der eigentlich nur als Zuschauer mit nach Nienburg gereist war und der über keinerlei Erfahrungen im Sitzvolleyball verfügte, von der Dringlichkeit überzeugt und dieser stellte sich spontan dieser Herausforderung.

Ronny Strohmeyer im Angriff Im Auftaktspiel gegen die klar favourisierte Mannschaft des BV Leipzig unterlagen die Sivobas dann auch, wie erwartet wenn man die Vorzeichen betrachtet, deutlich mit 0:2. Der Motivation der Mannschaft wurde dadurch jedoch nicht beeinträchtigt. Das Ziel, Einzug ins Halbfinale, lag trotzdem noch im Bereich des Möglichen und entsprechend angriffslustig tratt das Team im zweiten Spiel gegen Neubrandenburg an und erarbeitete sich einen deutlichen und ungefährdeten Sieg. Das dritte Vorrundenspiel darf man getrost als das beste Spiel der Sivobas im Turnierverlauf bezeichnen. Das man hier einem starken Gegner gegenübersaß war allen bewußt. Mit starken Einzelleistungen und konsequenten Angriffs- und Blockaktionen wurden die Nienburger im gesamten Spielverlauf immer wieder unter Druck gesetzt. Und dies zahlte sich am Ende aus. Ein knapper 2:0-Sieg war das Ergebnis und entsprechend groß die Freude, denn der entscheidene Schritt in Richtung Halbfinale war vollbracht. Das letzte Vorrundenspiel gegen die Damen-Nationalmannschaft Lettlands ging klar mit 2:0 an die Sivobas und Platz 2 der Gruppe B war perfekt.

Lars Hasselbach im Angriff Mit Spannung wurde unterdessen der mögliche Halbfinalgegner der Sivobas erwartet. Hamburg und Cottbus kämpften in der Gruppe A um den Gruppensieg. Am Ende hieß der Gegner wieder einmal Cottbus, die knapp den Gruppensieg in der Gruppe A erreicht hatten.

Der Wunschgegner war es sicherlich, aber leider konnte die Mannschaft am Sonntagmorgen nicht von Beginn an ihre starke Leistung vom Samstag abrufen und entsprechend knapp dann das Ergebnis dieses Spiels. Beim Stand von 24:21 für Cottbus im ersten Satz, kamen mit Sicherheit in einigen Köpfen Zweifel auf. Doch dann.... Mit starkem Kampf um jeden Ball, wurde dieser Satz noch gekippt und am Ende stand es 26:24 für die Sivobas. Der zweite Satz gestaltete sich ähnlich knapp. Obwohl zwischenzeitlich bereits ein relativ hoher Vorsprung durch die Sivobas erarbeitet wurde, wurde dieser Satz wieder nur knapp mit 25:23 gewonnen.

Finale! Der Gegner? Wieder einmal der BV Leipzig.

Und die Leipziger machten von Beginn an deutlich, dass sie ihrer Favouritenrolle gerecht werden wollten und gewannen den ersten Satz deutlich. Erst im zweiten Satz fanden die Sivobas ansatzweise wieder zu ihrem Spiel und es gelang, den Satz bis zum Stand von 15:15 spannend zu gestalten. Doch die Leipziger, die bei diesem Turnier in absoluter Bestbesetzung angetreten waren, ließen sich nicht beeindrucken und gewannen auch den zweiten und entscheidenen Satz.

Die Ergebnisse am Ende: Leipzig vor Magdeburg. Auf Platz 3 und 4 folgen Hamburg und Cottbus. In der Damenwertung gewann am Ende Deutschland vor Littauen und Lettland.

Fazit: Die Faszination Tie-Break scheint gebrochen zu sein. Aus Tie-Breakern werden Scorefighter, auch wenn die Vorzeichen so schlecht wie lange nicht waren. Hoffen wir, dass dieser Trend anhält!

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Bilder vom Turnier gibt es hier:

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