Buchtipps "Behindert & Sport"
Jede Menge Tipps zusammengefaßt und übersichtlich. Sollten Sie sich für den Kauf eines der Bücher entscheiden, unterstützen Sie gleichzeitig sivoba.de!
Phil Hubbe - Der letzte Mohikaner
Das erste Buch von Phil Hubbe, "Der Stuhl des Manitou", geht gerade in die dritte Auflage.
Damit beantwortet sich die Frage, ob Cartoons über Behinderte gezeichnet und verlegt werden dürfen, von selbst.
Die Resonanz auf seine Cartoons ist denn auch gerade aus dem Kreis der Behinderten überwältigend positiv.
Phil Hubbe - Der Stuhl des Manitou
"Darf man Witze über Behinderte machen?", ist ein Thema, über das schon endlos diskutiert worden ist und das mit unterschiedlicher
Intensität hochkocht; immer abhängig davon, welches Futter für eine solche Diskussion geliefert wird...
Der Cartoonist Phil Hubbe, selbst an MS erkrankt, liefert diesen Stoff, er bringt Witze über Behinderte zu Papier!
Warum machen wir ein solches Buch? Wir sind durchaus der Meinung, das man Witze und Cartoons über Behinderte machen darf.
Ja, sogar machen muss, um nicht den vielen Ausgrenzungen eine weitere hinzuzufügen.
Der zweite Grund, ein solches Buch zu machen, ist der, dass viele Behinderte genau diese Meinung teilen!
Von einem engagiertem Autor, der in die Öffentlichkeit geht!
Andreas Pröve - Meine orientalische Reise
Sie können hier nicht fahren, das ist eine Autobahn. Es ist der dritte Checkpoint auf dem South Expressway im Iran, und es bedarf vieler Lobpreisungen an
den großen Imam Ayatollah Khomeini, bis Andreas Pröve durchgelassen wird.
Über Monate durchquert er zwischen Kaspischem und Rotem Meer die Landschaften des Vorderen Orients. Mal geht es durch Orangenplantagen und
Olivenhaine, dann wieder schnurgerade durch die Wüste.
Und weil Pröve immer wieder auf Hilfe angewiesen ist, zeugen seine Erlebnisse und Begegnungen von besonderer Intensität. Er wohnt bei Bauern,
Beduinen und Nomaden, trinkt in Damaskus mit den Muezzins der Omayadenmoschee Tee, sieht den Tuchmachern, Seifenkochern und Schmieden in den alten
Karawansereien bei der Arbeit zu und erklärt mindestens einmal am Tag, warum er nicht mit dem Bus reist: weil er nur so die faszinierende
Gastfreundschaft und Lebensweise der Menschen auf der Arabischen Halbinsel erfährt.
Andreas Pröve ist allein mit seinem Rollstuhl unterwegs.
Andreas Pröve - Mein Traum von Indien
Abenteuerliche Reisen, allein mit seinem roten Rollstuhl, sind die große Leidenschaft von Andreas Pröve.
Nach einem Motorradunfall wurde aus dem Tischler ein bekannter Fotoreporter, der viele Länder der Erde gesehen hat und eines Tages seinen Traum von Indien wahr macht: Er wird dem Ganges von Kalkutta bis zur Quelle folgen.
Das letzte Stück im Himalaja tragen ihn Sherpas über Schluchten und gefährliche Klettersteige.
Doch das Ziel ist nicht das Entscheidende: Weil Andreas Pröve immer wieder auf Hilfe angewiesen ist, kommt er den Menschen am Ganges und auf diese Weise
dem Land ungewöhnlich nahe. Er versteht es, davon mit ansteckendem Witz und der Offenheit dessen zu erzählen, der das Leben liebt.
Und wenn sein indischer Freund Nagender Fotograf wird und eines Tages Fahrrad fährt, obwohl sich das für einen seiner Kaste keinesfalls gehört, dann ist nur einmal mehr bewiesen, daß nichts unmöglich ist.
Alison Lapper - Autobiographie einer Optimistin
Im medizinischen Lexikon findet sich unter Phokomelie: Fehlbildung mit flossenartigem Sitz der Hände bzw. Füße am Schulter- bzw.
Hüftgelenk, sog. Robbengliedrigkeit.
"Aber da war ich nun. Alison Lapper, eine Woche alt." Da ist er, dieser lakonisch-ironische Ton á la Alison.
Man wird ihn noch oft zu hören bekommen und ihn lieben lernen.
Welch ein Einstieg ins Leben! Nicht ohne Sarkasmus vermerkt Alison, das sie das Ergebnis eines letzten Versuches der Eltern war, ihre ohnehin
zerstörte Ehe zu kitten. Es sollte nichts nutzen und nun riet der Arzt der Mutter dringend, ihr missgebildetes Kind umgehend in eine
"staatliche Einrichtung" zu geben und den Vorfall zu vergessen.
Alison wurde regelrecht entsorgt. "Ich war nicht länger ein Teil ihres Lebens." Erst jetzt sollte ihr wirklicher Leidensweg beginnen!
Sexualität und Behinderung. Das schwierige Verhältnis zur Mutter. Die unglücklichen Beziehungen. Keines dieser Themen wird bei Alison ausgeklammert.
Und gerade dieser zupackende und selbstironische Ton ist es, der die vielleicht anfänglich vorherrschende Beklommenheit im Leser auflöst und zu nichts als
Normalität und Zuneigung führt.
Heute ist Alison als mund- und fußmalende Künstlerin und Aktmodell in England eine feste Größe.
Vorläufiger Höhepunkt: Die Verleihung des MBE-Ordens durch die Queen, ein Ereignis das nur noch durch die Geburt ihres Sohnes Parys übertroffen wurde.
An Alison Lapper wird man noch lange denken.
Lance Armstrong - Tour des Lebens
Menschen in der ganzen Welt fühlten sich von der Geschichte Lance Armstrongs inspiriert - ein Weltklassesportler, der fast seiner Krebserkrankung erlag,
um sich dann wieder völlig zu erholen und die Tour de France zu gewinnen, jenes mehrtägige Fahrradrennen, das für seine äußerst
strapaziöse Intensität berühmt ist.
Der Texaner Armstrong ist ein Sportler durch und durch, und die Veränderungen, die seine Krankheit in seinem Leben bewirkt hat, sind erstaunlich und beeindruckend.
Dennoch ist er nicht daran interessiert als Held aufzutreten.
Sportler und Trainer auf der ganzen Welt werden bei den Ausführungen über seine Trainingsmühen vom gleichen Detailreichtum profitieren - jede schmerzende Sehne, jeder verregnete Nachmittag und jeder noch so kleine Triumph während seiner langen Erholungsphase wird hier lebhaft beschrieben.
It’s Not About the Bike ist der perfekte Titel für dieses Buch über Leben, Tod, Krankheit, Familie, Rückschläge und Triumphe (und eben nicht unbedingt über das Fahrrad).
Horst Kosel & Ingo Frobüse - Rehabilitations- und Behindertensport
Das Buch bietet eine Gesamtdarstellung der therapeutischen Möglichkeiten des Behindertensports für Körper-, Sinnes- und Mehrfachbehinderte.
Es ist eine wichtige Arbeitsgrundlage für alle betroffenen Berufsgruppen.
Henry Wanyoike - Mein langer Lauf ins Licht
Er läuft von Sieg zu Sieg.
Hunderttausende jubelten ihm zu, im Olympiastadion von Sydney und Athen oder beim Marathon in Wien.
Der blinde Wunderläufer, der in seiner kenianischen Heimat mit den Tieren um die Wette läuft - und in ein Leben voll neuer Hoffnung.
Er selbst ist Hoffnung und Vorbild für unzählige Menschen, weltweit.
Aron Talston - Im Canyon
"Greifen, zukneifen, drehen, reißen!" - Die "göttliche Erleuchtung", die Aron Ralston buchstäblich in letzter Sekunde
hatte, fordert vom Leser allerstärkste Magennerven.
Was ein simpler Tagestrip hatte werden sollen, mündete in blanken Horror.
Der versierte Kletterer Aron Ralston war im Blue John Canyon im Osten Utahs in einer engen Felsspalte unterwegs, als ein zentnerschwerer Felsbrocken herabfiel und seinen rechten Unterarm einklemmte.
Nach mehr als fünf Tagen unsäglicher Qual musste das Undenkbare getan werden.
Nachdem er sich willentlich den Arm gebrochen hatte, begann der völlig entkräftete Aron mit einem Allzweckmesser Haut, Sehnen und Muskeln zu durchtrennen.
Zurück blieben ein Arm - und die Geschichte einer unglaublichen Willensleistung.
Cordula Zickgraf - Mit einem Bein im Leben
Sport ist für die 15-jährige Andrea alles im Leben.
Doch dann passiert das Schreckliche: Nach einem schweren Verkehrsunfall muss Andrea ein Bein amputiert werden.
Ihre Familie ist froh, dass sie überhaupt überlebt hat.
Andrea aber sieht in ihrem Leben keinen Sinn mehr. Erst ihr Aufenthalt in einem Rehabilitationszentrum und die Begegnung mit dem querschnittgelähmten
Tom geben ihr neuen Lebensmut...
Rainer Schmidt - Lieber Arm ab als arm dran
Der Tag seiner Geburt war für seine Eltern ein Schock.
Rainer Schmidt kam ohne Unterarme und mit einem verkürzten rechten Oberschenkel zur Welt.
Doch mit der Zeit lernten seine Familie und er "normal" mit dieser Grenze umzugehen.
Inzwischen ist Rainer Schmidt einer der erfolgreichsten deutschen Tischtennisspieler geworden. Bei Welt- und Europameisterschaften für Behinderte gewann er 15 Titel, 5 Medaillen erhielt er während der Paralympics, 1992 sogar Gold im Einzel.
Gérald Métroz - Ich lass mich nicht behindern
Gérald Métroz hat keine Beine mehr, und er kann sich auch nicht erinnern, je welche gehabt zu haben.
Er war zwei Jahre alt, als ihm ein Zug beide Beine abtrennte.
Doch als Jugendlicher hat Gérald nur ein Ziel: sein wie alle anderen, stets dabei sein.
Schon als Zehnjähriger steht er mit Prothesen beim Eishockey als Torhüter auf dem Eis, später studiert er Soziologie, Englisch und
Geschichte und arbeitet als Sportjournalist für Zeitungen und Radio.
Ronan Tynan - Marathon der Hoffnung
Von Geburt an gehbehindert, entschied er sich mit 20 Jahren für die Amputation beider Beine.
Ein Schicksal, das andere niederschmettern würde, begreift der temperamentvolle Ire als Herausforderung.
Ein erstaunlicher Lebensweg und eine Autobiografie voll ansteckender, irischer Lebenslust.
Ronan Tynan, geboren 1960 in Dublin, ist heute einer der international bekannten Irischen Tenöre.
Er war Paralympic-Sieger, tollkühner Reiter und praktizierender Sportmediziner bevor er mit seiner Stimme die Bühnen der Welt eroberte.
Timo Müller - Jeden kann es treffen
Mein Leben war ganz normal bis zu dem schicksalhaften Tag am 4. August 1998, als ich das Opfer eines sehr schweren Verkehrsunfall wurde.
Seit diesem Datum bin ich auf den Rollstuhl angewiesen.
Beschrieben wird in dem Buch die schwere Zeit im Krankenhaus, zuerst sechs Wochen auf der Intensivstation im Koma und danach der Versuch meinen Körper so gut es ging wieder "normal" hinzuoperieren.
Auch beschreibe ich an meinem Beispiel gewisse Fehler in unserem System in der BRD, sowie die bittere Erkenntnis, dass nichts mehr in meinem "neuen" Leben sein wird, wie es im alten Leben war.
Trotz dieser Situation fand ich den Glauben an Gott, da ich so gut wie tot war und mir ein zweites Leben geschenkt wurde. Dieses Gnade hat nicht jeder bekommen.
Mit diesem Buch möchte ich anderen Menschen Mut machen, dass das Leben weitergeht, auch wenn es scheint, dass die Welt über einem zusammenbricht.
Auch zur Mahnung, dass niemand sich zu sicher fühlen sollte in seinem Leben, denn "Jeden kann es treffen".
Stephan Kulle - Riss im Glück
"Dieses Buch sollte zur Pflichtlektüre all derer werden, die sich mit der Sinn- und Kostenfrage aufwändiger Behandlungsmethoden zu
beschäftigen haben."
Spätestens diese seriöse Empfehlung Dr. Gerhard Exners, Chefarzt im Querschnittgelähmtenzentrum des Berufsgen. Unfallkrankenhauses Hamburg, macht deutlich, dass es sich hier keineswegs um den x-ten wie auch immer gearteten "Seelischen Schadensbericht" eines gebeutelten Promis handelt.
Stephan Kulle, am Beginn einer viel versprechenden Karriere stehend, wurde 1991 Opfer eines Autounfalls. Diagnose: Querschnittlähmung.
Dass der sympathische ZDF-Nachrichtenmann heute wieder gehen kann, grenzt an ein medizinisches Wunder. Von nichts anderem als diesem Leidensweg handelt sein
Bericht.
Stephan Kulle hat sein Leben zurück gewonnen. Nun gibt er sein Wissen weiter. Wie stehen die Heilungschancen bei Querschnittgelähmten?
"Krankenkassen und andere Härtefälle", wie auch tabuisierte Themen ("Unter der Gürtellinie") werden ohne falsche Scham
angesprochen.
Querschnittgelähmten in ähnlicher Lage wird dieses uneitle und Mut machende Buch ohne Zweifel Hoffnung auf Heilung und seelische Stärkung bieten.
Bruno de Stabenrath - Salto Vitale
Ich kann nicht stehen. Ich kann nicht sitzen. Ich kann hervorragend liegen, ich bin bis zum Hals gelähmt.
Seit seinem Unfall am 17. März 1996 ist Bruno de Stabenrath querschnittsgelähmt - und hat sich doch nicht unterkriegen lassen.
In seinem Roman schreibt er sich seine Erfahrungen von der Seele, erzählt mit überraschend viel Humor vom "Land der Querschnittsgelähmten"
- und seinen ersten sexuellen "Gehversuchen" mit dem fremdgewordenen Körper.
Ein Buch, das Tabus bricht und Emotionen weckt, ein Buch über einen Mann, den die Frauen lieben und der das Leben liebt.








